Tante Sushi

Gefahren im Haushalt, Kapitel I


Dienstag, 31. August 2010 - 21:10

Seit ein paar Tagen laboriere ich an einem ernsthaften Fall von vaeschuscorbus haufensis et buegelensis. Zugegebenermaßen schiebe ich Wäsche falten und bügeln jede verdammte Woche vor mir her, bis das Schlafzimmer auf dem Weg zum Bett einem Wäschekorb-Hindernisparcour gleicht. In meinem Alter und mit meinen spröden Knochen ist man aber leider nicht mehr so beweglich, dass man solcherlei Hürden mit schwungvollen Dreisprung meistert… jedenfalls nicht, ohne danach eine Behandlung beim Physiotherapeuten des Verderbenstrauens in Anspruch zu nehmen (Hallo, Sebi!).

Was macht man denn dagegen? Jaja, jetzt bitte keine schlauen Sprüche, die die Worte “Haushaltsplan”, “auf den Mann abwälzen” oder “zusammenreissen” beinhalten. Ersteres hakt schon bei der Erstellung, zweiteres funktioniert nur bedingt (“Nein, das ist keine Plissee-Bluse, das hat mein Mann gebügelt!”) und das dritte hört sich irgendwie logisch aber auch furchtbar an. So nach… Hausfrau. :(

Erschwert wird meine Wäschepflege zur Zeit außerdem durch diesen schleimigen Typen, der neuerdings im Waschkeller wohnt. Hab ich schonmal erwähnt, dass ich eine Phobie habe gegen alles was schlängelt und kriecht? (Krabbelndes ist hingegen kein Problem.) Ich kann nichtmal den blöden Wikipedia-Artikel lesen ohne Gänsehaut und Adrenalinstöße zu bekommen. Man kann sich dann sicherlich gut vorstellen, wie ich reagierte, als ich dem Dings beim Handtücherabhängen grade “begegnete” indem ich ihm fast auf den Kopf gelatscht bin. Schreien, Wäschekorb wegwerfen, entsetzt rumspringen. So, und jetzt Kopfkino an, Film ab!

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