Tante Sushi

Tante Sushis öffentliche Prokrastinations-Linkliste


Donnerstag, 14. Juli 2011 - 14:36

Für gegen Langeweile (aus aktuellem Anlaß…)

tbc.

Forever Young


Freitag, 8. Juli 2011 - 17:41

Irgendwann im Frühjahr diesen Jahres bemerkte ich meiner Freundin H. gegenüber, dass dies der Sommer sei, in dem ich wieder jugendlich zu sein gedenke. Auf ihre irritierte Frage, wie ich das denn bitte anstellen wolle, legte ich folgendes Konzept vor: anstelle mit dem Auto wieder mehr mit dem Fahrrad fahren (done), Bier im Park trinken (bald), sich um existenzielle Dinge keine schwerwiegenden Sorgen mehr machen (done) und so insgesamt irgendwie zufriedener und unbeschwerter leben.

Der Sommer ist mittlerweile da und ich stelle fest: das klappt prima, wenn auch nicht nur aus freien Stücken. Ich fuhr mit dem Fahrrad zur Arbeit und Besorgungen machen weil mein Auto in der Werkstatt war, und ich hörte auf mich zu sorgen, weil ich einfach keine Lust mehr hatte ständig Existenzängste zu haben. Offenbar tut mir der neue Lebensstil so gut, dass ich direkt um einige Jahre verjüngt wirke. Beim Tabakkaufen wurde ich letztens nach dem Ausweis gefragt und musste ihn tatsächlich vorzeigen, was ich einerseits sehr schmeichelhaft finde, mich aber andererseits ein wenig an der Zurechnungsfähigkeit meines Gegenübers zweifeln lässt.

Bis zu meiner Wirbelsäule ist diese Verjüngungskur allerdings noch nicht durchgedrungen. Seit einiger Zeit habe ich abends Rückenschmerzen durch festgeklemmte Wirbel. Also bat ich gestern meinen Mann, mir in guter alter koreanischer Tradition mal mit beiden Füßen auf dem Rücken rumzulaufen. Der Koreaner an sich nennt das “Massage”. Ich finde das super entspannend und bis jetzt hat mir das immer gut geholfen. Mein Mann fand das irgendwas zwischen gesundheitsgefährdend und Quacksalberei, machte aber nach einigem Bitten wie ihm geheißen. Was soll ich sagen… Es knackte. Seitdem haben meine Rückenschmerzen eine neue Dimension erreicht. Wieviel Bier ich jetzt wohl im Park trinken muss um den Schmerz vertreiben zu können?

Ich bin nicht weg…


Freitag, 4. Februar 2011 - 00:26

…ich bin nur arg beschäftigt.

Willkommen in der Welt der Handarbeiten. Nach “Küche” anscheinend ein weiteres Ü30-Hobby, was mich virusartig überfallen hat und seitdem besetzt hält. Nicht, dass ich da besonders großes Geschick an den Tag legen würde. Ich habe nämlich Angst vor Nähmaschinen, kann nur kraus rechts stricken und fluche beim Häkeln wie ein alter Hafenmeister. Aber es macht furchtbaren Spaß, und darum geht es doch letztendlich. :)

Lass jucken!


Freitag, 8. Oktober 2010 - 00:17

Uaaargh, ich könnte mich zur Zeit totkratzen. Es juckt mich ganzkörperüberall. Das ist neu, bzw. das ist alt, bzw. lange vergessen, denn das hatte ich in dem Umfang echt lange nicht mehr. Da ich ja alle allergieauslösenden Substanzen (Duftstoffe, Lederschuhe, usw.) seit über einem Jahr weitestgehend meide kann ich mir auch nicht wirklich erklären, wo das jetzt plötzlich herkommt. Und das wäre wirklich wichtig zu wissen, weil ohne die Ursache zu kennen kann man ja schlecht diesen Juckreiz abstellen. Bis dahin pflege ich meinen geschundenen Körper äußerlich mit Cortison, innerlich mit Loratadin, kratze mich im Schlaf dermaßen am Bettgestell dass der Gemahl wach wird und versuche es ansonsten mit der Helmut-Kohl-Methode: ignorieren und aussitzen. Das klappt mäßig gut, aber ich bin mit meinem Allergie-Latein am Ende. Falls mir jemand den Rücken kratzen möchte oder einen schlauen Ratschlag hat: die Kommentarfunktion steht Euch offen.

Wer ist eigentlich dieser Lan?!


Samstag, 25. September 2010 - 16:29

… und wieso macht er soviele Parties?

Ich bin auf dem Sprung, um heute abend eben diesem ominösen “Lan” zu huldigen, indem ich an seiner Party teilnehme. Und um meinem Namen alle Ehre zu machen, bringe ich folgenden Proviant mit:

Lässt sich beim Zocken auch irgendwie besser essen als ne Klappstulle. ;)

Erntedank, immernoch


Mittwoch, 22. September 2010 - 23:31

Auch wenn grün und fusselig normalerweise  KEIN Garant für kulinarische Köstlichkeiten ist: diese Injeolmi sind ein Gedicht. Naja, sie wären noch besser wenn ich beim Zucker nicht mit TEA- und TABLEspoons durcheinander gekommen wäre. So sind sie nicht ganz so süss wie gewollt, aber die Textur, dieses weich-klebrig und auch ein bisschen kau-intensive, das passt schon.

Erntedank, diesmal in echt


Dienstag, 21. September 2010 - 20:35

Morgen ist Chuseok! Wie schon vor einem halben Jahr erwähnt, ist es das koreanische Erntedankfest, zu welchem traditionell Reiskuchen gereicht wird. Im März hab ich mich das erste Mal selber an der Herstellung versucht, mit mäßigem Erfolg. Geschmacklich wars ganz in Ordnung, nur ästhetisch… Naja. :)

Ich hatte heute die Gelegenheit, im Asia-Kauf einzukaufen, weil eine Freundin in Duisburg was zu erledigen hatte und sie so nett war, mich mitzunehmen. Der Laden ist super, riesige Hochregale vollgestopft mit fremdländisch aussehenden Lebensmitteln, palettenweise Reis, zwei Kühlhäuser, davon eines -60°C kalt (so dass einem die Nasenlöcher beim Atmen einfrieren) und das Beste: es steht selten auf Deutsch dran, was drin ist, ebenso wie nichts ausgepreist ist. Huh, wie abenteuerlich! Dank meiner rudimentären Koreanisch-Kenntnisse haben wir dennoch fast alles gefunden. Als Goodie habe ich mir da dann zwei verschiedene Sorten Tteok (Reiskuchen) geleistet, natürlich zum Essen, aber auch um mal zu zeigen wie das aussehen kann, wenn ein Profi am Werke war:

Mjam mjam mjam! Von meiner ersten Niederländischstunde erzähl ich dann beim nächsten mal, jetzt wird erstmal genascht. :)

Was die Zahnarztfrau verschwieg


Samstag, 18. September 2010 - 12:15

Wer vor den 90ern geboren wurde erinnert sich sicherlich an diese Zahnpasta-Werbung, in der eine durch taktische Heirat zu Amt und Würden gekommene Dame in einem weißen Kittel ihre Kauleiste beherzt in einen grellgrünen Granny-Smith-Apfel schlug und dem atemlosen Fernsehpublikum daraufhin die makellose Bißstelle präsentierte. Das beworbene Produkt schützte also nachweislich angeblich vor Karies, Parodontose und dem fiesen fiesen Zahnfleischbluten. Jahrelang putzte ich mal mehr mal weniger brav und konsequent meine Zähne und blieb tatsächlich von all dem Ungemach verschont. (Bis auf den Karies, aber selbst der hielt sich bis jetzt in Grenzen.)

Wovon damals nie die Rede war, was ich mir aber mit meiner Vorliebe für in dieser Kombination statistisch unwahrscheinliche Gebrechen zusätzlich zu den anderen Krankheiten auch noch angeeignet habe: Zähneknirschen. Und zwar in jahrelanger hingebungsvoller Pflichterfüllung. Das Schlimme ist (nicht nur) das Geräusch dabei, vor allem leidet die Zahnsubstanz. Ich hab mir schon erfolgreich die Spitzen der Eckzähne weggeschliffen (die sehen jetzt genauso plan aus die wie Zähne jeweils rechts und links daneben). Wenn man nichts dagegen unternimmt, hat man irgendwann keine Zähne mehr. Zahnpasta, exzessives Putzen und autogenes Training sind da leider machtlos; die einzige Hilfe ist eine Knirsch-Schiene. Letzte Woche bekam ich meine dritte in Folge. Die ist irgendwie anders konstruiert als die ersten beiden, was macht, dass sie gut sitzt, aber leider auch, dass ich damit kaum verständlich sprechen kann. Mein Mann erfreut sich seitdem jeden Abend an meinem gezischnuschelten “Gute Nacht” und findet das urkomisch. Ich persönlich finde diese ingemeyselisierung meiner Ehe ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber was tut man nicht alles für seine Zähne…. “Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!”

Die Zeichen der Zeit


Mittwoch, 15. September 2010 - 23:51

Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin. Es folgt nun eine bittere aber unumgängliche Wahrheit: es ist Herbst. Der Sommer ist vorbei, draußen wirds langsam ziemlich usselig, tonnenweise welkes Blattwerk regnet von den Bäumen, es ist windig, es regnet fast ständig und wärmer als 18°C wirds vorraussichtlich erst nächstes Jahr wieder. Hört sich schlimm an, ist aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, denn:

Hey, es ist Herbst!!! Erntefrische heimische Früchte (z.B. Zwetschgen; Danke, Matti!), wunderschöne Sonnenuntergänge, ganz gemütlich und ohne schlechtes Gewissen (wegen Stubenhockens, kommt im Sommer ja nicht so gut) viel coole Musik hören und gute Filme und alberne Serien gucken, Kürbisse in allen Farben und Formen, Weihnachtsgebäck im Supermarkt (achnee, das fand ich ja blöd), mehr Zeit für neue Drinnen-Hobbies (z.B. Niederländisch an der Volkshochschule, was mich betrifft), und vor allem: Federweißer und Zwiebelkuchen. Hier ein besonders schmackhaftes Exemplar:

Kommt ziemlich untraditionell daher, weil ohne Sahne und Ei, dafür mit Weintrauben, Rosmarin und Schafskäse. Der Hammer, ich sags Euch. Gezaubert hats ein Freund und fleißiger Kommentator, und zwar nach diesem Rezept. Und jetzt gib Dich zu erkennen, Schurke! :)

Ökonomische Thesen


Donnerstag, 9. September 2010 - 00:22

Geld macht ja bekanntlich nicht glücklich. Kein Geld macht aber ehrlich gesagt auch nicht glücklich. Ich weiß, wovon ich rede.

Bis vorgestern hatte ich noch das, was man gemeinhin als “finanzielles Polster” beschreibt, als angenehme pekuniäre Sicherheit, für schlechte Zeiten oder wenn mal was kaputt geht. Also, so von selber. Wenn Kühlschränke an Altersschwäche sterben oder Computer unrettbar den Geist aufgeben. Das ist Schicksal oder schlechtes Karma oder der Zahn der Zeit, auf jeden Fall kann man nichts dagegen machen.

Etwas anders verhält es sich, wenn jemand meint, er müsste beim Auto fahren woanders hingucken, um dann nicht mitzubekommen, dass der Vordermann bremst und abbiegen will. Jemand wollte ursprünglich geradeaus fahren und tat das dann auch. Auf den Vordermann auf. Gnar. (Jemand möchte namentlich nicht genannt werden, aber ich kann verraten, dass jemand auch hier wohnt. Ich wars nicht, und die Katze hab ich in all den Jahren nicht fürs Autofahren begeistern können…) Wenigstens ist keiner körperlich zu Schaden gekommen. Der Unfallgegner fährt ein Fabrikat, was von Straßenlage und Spritverbrauch irgendwo zwischen Panzer und Traktor angesiedelt ist und hat, nach eigener Aussage, nichts außer einem Kratzer an der Stoßstange, und das Auto wäre ja auch schon alt…  Jemand meinte dann, bei seinem Auto wär ja nur der Scheinwerfer ein bisschen eingedrückt, aber der ginge noch. Wie praktisch, dass das Auto vorgestern sowieso zum TÜV musste, da konnte man ja direkt den Scheinwerfer ein bisschen richten lassen. Peanuts, dafür haben wir ja was auf der hohen Kante. Dachte ich.

Der Autoschrauber meines Vertrauens zog den Rahmen im Frontbereich grade, tauschte eine Querstrebe im Motorraum aus, wuchtete hier und da, baute einen neuen Scheinwerfer ein, ersetzte hier und dort und nahm die Hauptuntersuchung ab. Und präsentierte eine Rechnung im gehobenen dreistelligen Bereich. Nun, das traf mich… etwas unvorbereitet, ums mal vorsichtig auszudrücken.

Seitdem weiss ich, dass Geld unabhängig von seinem Aufenthaltsort nicht zur Stimmungsregulierung taugt. Es hilft auch nichts, wenn ich die ganze Zeit leise vor mich hinmurmele, dass das Geld ja nicht weg sondern nur woanders ist….

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